Programm

Der Ablauf

Vortrag im Plenum: 9.00 bis 10.30
Gruppenzeit I: 11.00 bis 14.00
Mittagessen: 14.00 bis 16.00
Gruppenzeit II: 16.00 bis 17.30
Plenum I - die Social Dreaming Matrix: 17.45 bis 18.45
Plenum II/Grossgruppe: 19.00 bis 20.00

Vortrag im Plenum: Kurze, morgendliche Impulsreferate zu verschieden Aspekten des Rahmenthemas (international bekannte ReferentInnen): siehe weiter unten

Arbeitsgruppenzeit I MO - FR

Zwei zertifizierbare internationale Gruppen (Median-Size) mit wechselnder Leitung zum Tagungsthema:

Psychodrama: Marcia Karp/GB, Jose Fonseca/Brasilien,
Ursula Hauser/Costa Rica, Wilma Scategni/Italien und Gracia Saez Bustos/Spanien

Gruppenanalyse: Malcolm Pines/GB, Sabar Rustomjee/Australien, Catherina Mela/Griechenland, Elisabeth Rohr/D, Maite Pi/ES

Psychodrama Klein-Gruppe: Barbara Legeler/D
Tiefenpsychologisch-fundierte Klein-Gruppe: Regine Scholz /D
Gruppendynamisch-orientierte Klein-Gruppe: Marie-Luise Mitterer-Gehrke/D und Edwin Scholz /D - "Wurzeln spüren - Heimat suchen"
Jungianische Klein-Gruppe: Maurizio Peciccia/Italien - Gruppe mit Selbsterfahrung im Hamam und sekundärer Deutung und Assoziation der Erfahrungen

Arbeitsgruppenzeit II MO - FR

Schwerpunkte am Nachmittag : Supervision und themenzentrierte Weiterbildung

Ed Schreiber/US und Christian de la Huerta/Cuba: die menschliche Dimension der Veränderung (verschiedene Gruppentechniken inkl. Atemtechnik)
Manuela Maciel/Portugal: Transgenerationale Arbeit mit Familien und ihrer Herkunftskultur
Liliana Fasano/Argentinien:
Gruppenarbeit mit MigrantInnen
Elisa López Bárbera/Spanien und Jan Bleckwedel/D: Systemisches Psychodrama - aktive Techniken bei der Arbeit mit Familien
Elisabeth Rohr/D: Gruppenanalytische Supervision
Eva Leveton/US: Kollektive Wunden - die Anwendung von Drama Techniken bei Trauma Betroffenen und ihren Familien


Plenum I - MO - FR
: Die Social Dreaming Matrix

Tägliche "Traumarbeit" mit Gordon Lawrence/GB, dem Begründer des Verfahrens der Social Dreaming Matrix und Gila Offer/Israel, bei dem Träume und damit verbundene Assoziationen als Symbole der kollektiven und sozialen Dimension der Gruppe genutzt und für die Reflektion des Gruppengeschehens nutzbar gemacht werden können.


Plenum II - MO-FR: Geleitete Großgruppe

Täglich psychodramatisch orientierte Gross-Gruppe unter der
Leitung von Maurizio Gasseau und Leandra Perrotta mit dem Ziel die in den unterschiedlichen Gruppen gewonnenen Erfahrungen zu vergleichen und weiter zu entwickeln.

 

Das Thema: Interkulturelle Kompetenz für die Arbeit mit dem Thema der Emigration und der Arbeit mit Familien

Die Gesellschaft im 21. Jahrhundert ist multikulturell geprägt, was nicht zuletzt als Ausdruck der zunehmenden Migration immer grösserer Bevölkerungsgruppen verstanden werden kann. Die Integration verschiedener Kulturen ist die politische, soziale aber auch therapeutische Herausforderung, die nicht nur in allen Ländern Europas von heute, sondern weltweit gilt. Der Wunsch eines friedvollen, gemeinschaftlichen Lebens hält der realen Erfahrung von Missverständnissen, Sprachlosigkeit, Diskriminierung oder Gewalt zwischen Kulturen jedoch nicht immer stand. Die Funktionsfähigkeit internationaler Unternehmen wird davon genauso betroffen wie die ganzer Familiensysteme oder interkultureller Gruppen in der Therapie. Dialog ist andererseits das weltweit akzeptierte und positiv besetzte Schlüsselwort für Friedensprozesse. Die Akademie ist deshalb als Lernfeld für Qualität, Kohärenz, aber auch für mögliche Brüche einer dialogorientierten Gesprächskultur konzipiert, in der Analyse, Intervention und Mediation im Konfliktbereich trainiert werden können. Dies geschieht in Gruppenstrukturen, die trotz der unvermeidlichen Konflikte die Hoffnung auf eine "wahre, im sozialen Umfeld verankerte, um die Mitmenschen erweiterte Identität" (R. Battegay) nicht aufgegeben haben. Studenten aus Palästina, Israel, Marrokko und anderen Ländern erhalten Stipendien.

 

Die Vorträge am Morgen

Interkulturelle Kompetenz in Gruppen - Emigration, Familie und Kultur: das psychodramatische Konzept der Grossgruppe
Leandra Perrotta und Maurizio Gasseau, jungianisches Psychodrama, Tanztherapie; Professor Universität Turin/Italien IAGP

Interkulturelle Kompetenz in Gruppen - Emigration, Familie und Kultur: das Modell der Social Dreaming Matrix
Gordon Lawrence/GB, Begründer des Verfahrens und Gila Offer/Israel, Gruppenanalyse, GAS

Interkulturelle Kompetenz in Gruppen - Emigration, Familie und Kultur: Be-seelte Machtausübung - die Dimension des Spirituellen in humanen Veränderungsprozessen
Christian de la Huerta, Cuba und USA

Interkulturelle Kompetenz in Gruppen - Emigration, Familie und Kultur: Konflikte zwischen Kulturen systemisch gesehen
Jeni Georgieva und Roumen Georgiev, Bulgarien

Interkulturelle Kompetenz in Gruppen - Emigration, Familie und Kultur: Geteilte Empathie - ein neuer Raum der Begegnung in einer Zeit innerer und äusserer Kriege
Prof. Sabar Rustomjee, Ex-Präsidentin IAGP, Australien

 

 

Thesen:

Gruppenpsychotherapie und Gruppendynamik schaffen im interpersonalen Bereich Zugänge und Sichtweisen, die auch in Zukunft unentbehrlich sind

Lebendige Anschauung und Begegnung bilden die Essenz einer gemeinsamen Kultur der Gruppe. Kultur gestaltet sich im Dialog mit anderen Kulturen

Die Begegnung mit der fremden Kultur stellt die Frage nach Identität - nach Angst vor Verlust und Hoffnung auf Erweiterung unserer Identität, die Frage unserer multikulturellen Zukunft.

Dialog ist weltweit das akzeptierte und positiv besetzte Schlüsselwort für Friedensprozesse. Die Akademie selbst ist als Lernfeld für Qualität, Kohärenz , aber auch für mögliche Brüche einer dialogorientierten Gespächskultur konzipiert.

Im Zeichen von Konvergenz und Differenz von Verfahren führt Granada als Austragungsort und historisches Modell die Idee einer friedvollen Koexistenz der Welten und Kulturen, aber auch ihre Fragilität und Gefährdung, in die Tagung ein

Granada